Zucht?

Was ist eine Zucht überhaupt?

Das Wort Zucht bedeutet nichts anderes, als eine Rasse zu erhalten und/oder zu verbessern. Wenn Rassen miteinander gekreuzt werden, hat das in der Regel keinen Mehrwert für die betroffenen Rassen. In Ausnahmefällen kann eine Rassekreuzung sinnvoll sein. Diese sollte aber Wohlüberlegt vorgenommen werden, zum Beispiel, um eine vom Aussterben bedrohte Rasse zu erhalten. Hier ist aber in jedem Fall auch zu beachten, ob die Rassekreuzung dem Erhalt dienlich ist.

Ab wann ist man ein Züchter?

Nach dem aktuellen Tierschutzgesetz §11 ist jeder ein Züchter, der nur einmal eine Verpaarung macht. Unwissenheit schützt vor Strafe nicht, insbesondere wenn es vorsätzlich oder fahrlässig zum Verstoß gegen §11b kommt. Dabei ist es vollkommen unabhängig, ob man einem Verein angehört oder nicht. Hobbyzüchter sind natürliche Personen, die die Zuchttiere halten und/oder besitzen und damit auch die Verantwortung für das Zuchtergebnis tragen.

Ein Halter ist nach dem Gesetz der Eigentümer der Katze, diese also nicht nur vorübergehend besitzt, sondern darüber hinaus ein Interesse an der Haltung hat und über den Verbleib (Aufenthalt, Unterhalt, Betreuung und Existenz) entscheidet.

Ein Besitzer hingegen ist derjenige, der die augenblickliche Verfügungsgewalt über die Katze hat. Halter und Besitzer sind also nicht unbedingt identisch.

Ein gewerbsmäßiger Züchter ist dagegen nach §14 BGB ein Unternehmer, also eine natürliche oder juristische Person, die am Markt planmäßig und dauerhaft Leistungen gegen Entgelt anbietet. Entscheidend dafür ist nicht, ob eine Gewinnerzielungsabsicht vorliegt oder nebenberuflich ausgeführt wird. Es spielt auch keine Rolle, ob er nach dem TSG als gewerblicher Züchter eingestuft wird.

Was ist eine Hobbyzucht?

95% aller Züchter sind Hobbyzüchter, da sie die Zucht rein privat betreiben und eigentlich nur sporadische, nicht regelmäßige Würfe im Jahr haben. Je nach Bundesland gibt es verschiedene Ländergesetze (Steuerrecht, Gewerberecht, Tierschutz, etc.), nach denen ein Züchter als Gewerbetreibender eingeordnet wird. Auch hier ist nicht die Vereinszugehörigkeit entscheidend, sondern die Anzahl der Zuchttiere, bzw. der Wurfanzahl pro Jahr. Wird man als Gewerbetreibend, also als Unternehmer nach §14 BGB eingeordnet, hat man das Gewerbe anzumelden und entsprechend den geltenden Gesetzen dem Finanzamt Rechenschaft über die Einnahme und Ausgaben, sowie über den Gewinn abzulegen, der wiederum zu versteuern ist.